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Webseite der Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e.V.

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Donnerstag, 06. September 2018

Europaabgeordnete Sabine Verheyen zu Gast bei den Vereinigten Industrieverbänden und beim Industrie-Wasser-Umweltschutz e.V. in Düren

Politische Entscheidungen der EU haben oft unmittelbare Auswirkungen auf das Leben und Arbeiten in der Region. Daher ist es wichtig, dass die Abgeordneten des jeweiligen Wahlkreises wissen, welche Themen vor Ort von Bedeutung sind. Aus diesem Grund haben sich Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments, Hans-Helmuth Schmidt, Vorsitzender der Vereinigten Industrieverbände (VIV), Matthias Simon, Vorsitzender des Industrie-Wasser-Umweltschutz e.V. (IWU), und Dr. Stefan Cuypers als Geschäftsführer beider Verbände im Dürener Haus der Industrie zu einem Gespräch getroffen.

Dabei ging es neben einem allgemeinen wirtschaftspolitischen Austausch besonders um die Umweltpolitik der Europäischen Union und ihre Bedeutung für Unternehmen in der Region Düren, Jülich und Euskirchen. Frau Verheyen gehört als CDU-Mitglied der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP-Fraktion) im Europäischen Parlament an. Ihr Wahlkreis umfasst die Stadt Aachen, die StädteRegion Aachen und die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg.

Gesprächsthemen waren unter anderem die EU-Datenschutz-Grundverordnung und die Industrieemissionsrichtlinie unter dem Aspekt einer erforderlichen Entbürokratisierung. Die Vertreter der Industrieverbände stellten die zum Teil problematischen Auswirkungen der europäischen Umweltpolitik auf Firmenstandorte im Verbandsgebiet dar. Derzeit beschäftigt besonders die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie die Mitgliedsfirmen entlang der Rur. Das Land Nordrhein-Westfalen möchte den Lachs aufgrund der europäischen Richtlinie wieder in der Rur ansiedeln. Die besonders hohen gewässerökologischen Ansprüche dieses Fisches gefährden konkret die Betriebswasserversorgung von Unternehmen aus der Rur. Ohne eine verlässliche Wasserversorgung mit Rurwasser können diese Firmen nicht produzieren.

„Es ist mir ein Anliegen, die unmittelbaren Konsequenzen europäischer Politik für die Firmen und ihre Arbeitnehmer in unserer Region zu verdeutlichen. In vielen Fällen vollziehen deutsche Institutionen nur noch das, was auf europäischer Ebene beschlossen wurde. Deshalb müssen Europaabgeordnete unsere direkten Ansprechpartner sein“, unterstreicht VIV-Vorsitzender Hans-Helmuth Schmidt. Matthias Simon als IWU-Vorsitzender ergänzt: „Die Wasserrahmenrichtlinie birgt in ihrer derzeitigen Form reale Risiken für Produktionsstandorte an der Rur, vor allem auch für unsere traditionsreiche Papierindustrie. Entweder sollten europäische Institutionen gegensteuern oder die Landespolitik muss zeitnah Wege finden, diese Probleme im Rahmen verbliebener Handlungsspielräume nachhaltig in den Griff zu bekommen.“

Geschäftsführer Dr. Stefan Cuypers sieht bezogen auf die Wiederansiedlung des Lachses auch eine Ungleichbehandlung von Unternehmen. Denn längst nicht in allen Gewässern in Nordrhein-Westfalen soll der Lachs wieder schwimmen. Im Kreis der international tätigen Mitgliedsfirmen seien derartige Probleme aus anderen Ländern der Europäischen Union nicht bekannt. „Europäische Umweltpolitik muss auch den Erhalt gleicher Wirtschaftsbedingungen verfolgen. Schon innerhalb unseres Bundeslandes sehe ich unsere Region benachteiligt“, so Dr. Cuypers.

Sabine Verheyen überzeugte schnell durch ihre Fachkompetenz auf allen angesprochenen Themenfeldern und ihre darauf aufbauend klaren Aussagen: „Aus europäischer Sicht besteht ein großes Interesse an einer Eins-zu-eins-Umsetzung der europäischen Gesetzgebung in den Mitgliedsländern. Geht ein Staat über die europäischen Anforderungen hinaus, dann sollte dies transparent kenntlich werden. Es wäre nicht fair, den schwarzen Peter der EU zuzuschieben. Die Wasserrahmenrichtlinie gibt einen Rahmen vor, der auf nationaler Ebene ausgestaltet wird. Dies betrifft auch das Beispiel der Wiederansiedlung des Lachses.“

Die Vereinigten Industrieverbände haben rund 150 Mitgliedsunternehmen mit ca. 20.000 Beschäftigten. 2017 erzielten die Mitgliedsunternehmen in der Region einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro.

Der Industrie-Wasser-Umweltschutz e.V. betreut in seinem Verbandsgebiet und auch bundesweit Industrieunternehmen im umweltrechtlichen Bereich. Ihm gehören Mitgliedsfirmen der Vereinigten Industrieverbände an, die besonders von umwelt-relevanten Themen betroffen sind.

Ansprechpartner: Dr. Stefan Cuypers
Telefon: 02421/4042-0
Telefax: 02421/4042-25
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