Patrick Grahl und Daniel Heide

Patrick Grahl – Tenor
Daniel Heide – Klavier

PROGRAMM:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Auf Flügeln des Gesanges, op. 34 Nr. 2
Allnächtlich im Träume, op. 86 Nr. 4
Neue Liebe, op. 19 Nr. 4
Gruß, op. 19 Nr. 5
Morgengruß, op. 47 Nr. 2
Reiselied, op. 34 Nr. 6

Johann Vesque von Püttlingen (1803-1883)
aus „Die Heimkehr“, 1851:
Nr. 16, Am fernen Horizonte (Die Stadt)
Nr. 58, Der deutsche Professor
Nr. 64, Der brave Mann
Nr. 35, Ich rief den Teufel und er kam
Nr. 36, Mensch, verspotte nicht den Teufel

Wilhelm Weismann (1900-1980)
aus „Das ferne Lied“ (1962):
„Das Fischerliedchen“ (Manfred Hausmann)

aus „Sechs Lieder für hohe Stimme“ (1943):
Tagelied I (13./14.Jahrhundert)
Tagelied II (Dietmar von Aiste, um 1180)
Kanzone (Aus dem Fränkischen)
Brünnlein und Wald (Alte Volksdichtung)
Klage (14.Jahrhundert)

Robert Schumann (1810-1856)
Dichterliebe, op. 48 (1840)

Patrick Grahl, in Leipzig geboren, erhielt seine musikalische Prägung im Thomanerchor unter Georg Christoph Biller. Seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig bei Berthold Schmid schloss er mit dem Meisterklassenexamen mit Auszeichnung ab; wichtige Impulse erhielt er zudem von Künstlerpersönlichkeiten wie Peter Schreier, Gotthold Schwarz, Gerd Türk und Ileana Cotrubas. Auf der Opernbühne war er u.a. als Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ am Teatro La Fenice in Venedig, als Jaquino in Beethovens „Fidelio“gemeinsam mit dem Insula Orchestra unter Leitung von Laurence Equilbey sowie mit dem Gstaad Festival Orchestra unter Jaap van Zweden, beim Festival in Marvão in Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und mit weiteren Partien an der Opéra National de Lyon in Helsinki und Budapest zu erleben.

Mit dem Gewinn des 1. Preises beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig 2016 etablierte sich Patrick Grahl international als Konzert- und Oratoriensänger. Seither arbeitet er mit renommierten Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Dresden, der NDR-Radiophilharmonie, dem London Symphony Orchestra und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia zusammen. Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle, Zubin Mehta, Philippe Herreweghe, Ton Koopman oder Hans-Christoph Rademann prägen seine künstlerische Laufbahn.

Neben Oper und Konzert gilt Patrick Grahls besondere Leidenschaft dem Liedgesang und der Kammermusik. Seine gemeinsam mit Daniel Heide entstandene CD „Dichterliebe“ sowie die 2024 erschienene Aufnahme „Das ferne Lied“ dokumentieren seine intensive Auseinandersetzung mit dem Liedrepertoire und seine Neugier auf selten gespielte Werke. Maßgeblich beteiligt war er zudem am Projekt „Vision Bach“ der „Gaechinger Cantorey“, einer Gesamteinspielung von Bachs erstem Kantatenjahrgang. Seit 2024/25 gibt Patrick Grahl seine Erfahrung auch als Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen in Leipzig und Dresden weiter.

Der aus Weimar stammende Pianist Daniel Heide zählt heute zu den gefragtesten Liedbegleitern seiner Generation und tritt zugleich zunehmend als Solist hervor. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Ludwig Bätzel entwickelte er seine künstlerische Handschrift vor allem im intensiven Dialog mit historischen Aufnahmen und großen Pianisten-Persönlichkeiten vergangener Zeiten.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn durch Europa, nach Südafrika, Südamerika und Asien. Als Liedbegleiter und Kammermusikpartner ist er regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals wie den Schubertiaden Schwarzenberg und Hohenems, dem Oxford International Song Festival, dem BBC Edinburgh International Festival oder dem Spring Festival Tokyo. Er konzertierte in bedeutenden Sälen wie der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, den Philharmonien in Berlin, Köln und Paris sowie zuletzt in der Bunka Kaikan Hall in Tokyo.

Eine intensive Zusammenarbeit verbindet Daniel Heide mit Sängerpersönlichkeiten wie Andrè Schuen, Konstantin Krimmel, Christoph und Julian Prégardien, Katharina Konradi, Tobias Berndt und Patrick Grahl. Prägend war zudem die enge künstlerische Partnerschaft mit der Mezzosopranistin Stella Doufexis; ihre gemeinsame Debussy-Aufnahme „Poèmes“ wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Einen wichtigen Meilenstein setzte Daniel Heide 2011 mit der Gründung der Konzertreihe „Der lyrische Salon – Liederabende auf Schloss Ettersburg“, die sich zu einem bedeutenden Forum des Kunstlieds entwickelt hat. Darüber hinaus widmet er sich mit großer Leidenschaft melodramatischen Programmen mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Klaus Maria Brandauer, Christian Brückner oder Hanns Zischler.

Sein umfangreiches diskographisches Werk umfasst mittlerweile mehr als dreißig CD-Produktionen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten Schuberts „Schwanengesang“ und „Winterreise“ mit Andrè Schuen sowie „Die schöne Müllerin“ mit Konstantin Krimmel – ausgezeichnet unter anderem mit dem Opus Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.